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Review of: Bösechat

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On 04.07.2020
Last modified:04.07.2020

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Der böse Chat und der arme Pinguin - Super Mario 64 - #003

Die Zeilen von Pauline Reage berührten mich auf eigentümliche Weise. In den Jahren nach der Erstlektüre fand ich in mir meinen Weg und wurde mir meiner und der Ansprüche an diejenigen, mit denen ich mich umgeben mochte, immer sicherer.

Ich denke, die meisten haben sich nicht wirklich Gedanken gemacht, was es bedeutet, diese Romanvorlage 1 : 1 umzusetzen.

Es gibt nun einmal kein Roissy, in der man sein Mädchen abgeben kann, damit es dort widerspruchslos zu ertragen lernt, was immer die so genannten Herren in ihrem sadistischen Tun umzusetzen gedenken.

Im Buch ist Sir Stephen damit einverstanden. Welch Herr, dem etwas an der Frau liegt, die sich in solcher Vollkommenheit und absoluter Hingabe schenkt, würde zulassen, dass sie den Freitod wählt?

Wie kann ein Herr so verantwortungslos sein, die Zeichen, dass solche Gedanken in ihr schlummern, zu übersehen und dann vielleicht auch noch stolz darauf sein?

Ist es nicht die Liebe in gegenseitiger Hingabe, die eine solche starke Verbindung in tiefstem Vertrauen erst ermöglicht? Keine Frau kann sich auf Dauer hingeben, wenn ihre Liebe nur einseitig ist, sie zunehmend spürt, dass sie nicht nur benutzt, sondern auch ausgenutzt wird, ohne dass sie das Gefühl hat, in der Liebe ihres Herrn Halt zu finden.

Liebe ist die stärkste Fessel zwischen zwei Menschen, wenn sie beidseitig vorhanden ist. Sicher wird sie Momente des Stolzes haben, doch eben nur winzige Augenblicke, in denen sie verdrängt hat oder noch nicht realisierte, dass sie von ihm absolut nichts erwarten kann und ihr Stolz keine Würdigung erfährt.

Ich las das Buch mehrfach, lernte die Autorin in einem gedruckten Interview, das für die Zeitschrift Elle niedergeschrieben wurde, kennen und in ihrer Lebenseinstellung schätzen, sah sowohl die alte Kinoverfilmung, als auch die fünfteilige Neuverfilmung mehrfach.

Je mehr ich mich mit ihr auseinandersetzte, umso mehr Distanz bekam ich zu ihr, wobei ich hier allerdings zwischen Buch und den Verfilmungen unterscheiden muss.

Sicher ist das Ausleben einer devoten Veranlagung in wahrer Hingabe etwas ganz Wundervolles. Jedoch hat das im Beruf und in der Konfrontation mit Menschen, die damit nicht umgehen können nichts verloren.

Im Buch bleibt sie die hingebungsvoll Devote, deren Geschick von den Männern gelenkt wird. Im Film jedoch ändert sich ihre Position.

Sir Stephen wird zum Mittel ihrer Lusterfüllung. Sie entscheidet am Ende, was geschieht, wann sie das Branding erhält, wann sie gepeitscht wird, ja selbst, dass am Ende des Filmes Sir Stephen ihr Zeichen trägt.

Der Film nutzt das Mittel des Happy End, in dem sich beide in Liebe vereinen — eine mir zumindest sympathische Lösung.

In Roissy wird sie täglich gepeitscht, bis Striemen ihren Körper zieren. Dabei spielt es keinerlei Rolle, wer die Peitsche schwingt — die eigentliche Aktion verliert ihre Seele und wird in meinen Augen dadurch zur puren Gewalt.

Für mich sind Striemen Spuren, die die Intensität der körperlichen Verbindung zu meinem Herrn zeigen und zum Ausdruck unserer Liebe werden.

Ich trage sie mit Stolz. Diese Spuren gehören nur uns beiden und tragen seine Handschrift. Wo bleibt der Gedanke der Eigenverantwortlichkeit, des Selbstschutzes?

Dieses Bedienen reicht bis in die sexuelle Benutzbarkeit. Auch hier muss sie jedem zur Verfügung stehen, jederzeit und an jedem Ort.

Mal davon abgesehen, dass nach ihrer Sicherheit und der der Männer gar nicht gefragt wird und dies absolut unverantwortlich ist: welch wirklich liebender Herr würde seine ihm so sehr vertrauende Skavin oder Sub durch all die Hände reichen?

In diversen Gesprächen wird dann von Stolz gesprochen, dass andere ihr Eigentum so sehr begehrenswert finden, dass sie es mitbenutzen wollen — eine verdrehte Sichtweise, wenn man diese Benutzung dann auch zulässt.

Natürlich können andere eine Frau begehrenswert finden. Doch das wird den Stolz des Herrn nur erhöhen, zugleich aber auch seinen Beschützerinstinkt schärfen.

Die Liebe unter den Vorzeichen von Dominanz und Submission ist nicht nur unendlich intensiv, sondern besitzt eine Reinheit, eine Klarheit, die durch das Eindringen anderer gestört werden würde.

Real würde eine Sklavin oder Sub abstürzen, denn ein liebender und verantwortungsvoller Herr verlässt diejenige, die sich ihm so absolut überantwortet, nicht einfach, ist an sie genauso gebunden, wie sie an ihn.

Bereits in Roissy sagt er ihr, dass es einen Sir Stephen im Hintergrund gibt. Für mich hat das den schalen Beigeschmack einer Second-Hand-Ware.

Die Masochistin wird es wunderbar finden, immer wieder dem Schmerz ausgeliefert zu sein — vielleicht auch einmal im Beisein anderer Herren, wenn sie exhibitionistisch veranlagt ist.

Ich wage jedoch zu bezweifeln, ob sie tatsächlich von jedem auch die Peitsche zum Beispiel spüren möchte, nicht wissend, ob er sie tatsächlich auch verantwortungsvoll zu führen vermag.

Die Devota wird sich angesprochen fühlen von ihrer Hingabefähigkeit, von ihrem Gehorsam und ihrer Duldsamkeit. Das Gefühl des Machtgefälles steht für sie an erster Stelle.

Doch beide, die Masochistin und die Devota oder auch diejenige, die beides in sich vereint werden doch immer wieder den sicheren Halt suchen, den nur ein liebender Herr zu bieten hat.

Und selbst das Argument, es wäre doch wunderbar, seine Sklavin auch von einem anderen Herrn miterziehen zu lassen, ist in meinen Augen absolut nicht tragfähig.

Eine wahre Sklavin würde das bald schon erkennen und das wäre der erste Schritt zur Loslösung von ihrem Herrn und damit ein Bruch in ihrer Hingabe, der wohl kaum mehr zu beheben wäre.

Er würde zugeben, dass ein andere besser wäre — wenn er es dann tatsächlich ist, bestünde die nicht ganz unrealistische Möglichkeit, dass sich zwischen dem zweiten Herrn und ihr Bande knüpfen in einer Festigkeit, wie sie bei ihrem eigentlichen Herrn nicht zu finden sind, denn ihre Seele bekäme dadurch wesentlich mehr Erfüllung ihrer Sehnsüchte.

Eifersuchtsdramen sind vorprogrammiert, Gewissenskonflikte sowieso. Ich möchte zu meinem Herrn aufschauen, möchte das Gefühl haben, er ist der Beste für mich, neben ihm kann kein anderer bestehen, uneingeschränkt, immer.

Andere haben darin keinen Raum. Liebe ist etwas zwischen zwei Menschen und zwischen meinem Herrn und mir drückt sie sich nicht nur in ihrer Lebbarkeit aus, sondern auch durch seinen Griff in meinen Nacken und in meine Haare, den ich nur bei ihm zulasse, in seinen Spuren, die er auf meiner Seele, aber auch auf meiner Haut hinterlässt, in den langen Gesprächen, in denen wir unseren Gefühlen, seien sie nun gut oder auch einmal weniger gut, Ausdruck geben.

Und nur das macht meine wahre Hingabe möglich, absolut und in aller Konsequenz, 24 Stunden am Tag, immer. Unser Verständnis von Domination und Submission, von Sadismus und Masochismus ist untrennbar verbunden mit der Liebe, die all das zusammenhält.

Die Knospen meiner Blütenträume, genährt von meiner Sehnsucht, sonnen sich in unserer Liebe, öffnen sich, die einen langsam, zaghaft fast, andere in der Momentaufnahme eines Augenblicks, offenbaren nicht nur Farben im Sinnenrausch unseres Seins.

Getragen von deiner Macht, die ich dir schenke, erblüht auch sie, die tiefschwarze Rose unserer dunklen Lust.

Ketten, die mich halten. Schwarze Seide, über meine Augen gelegt, die meine Sinne schärft. Ich lausche den Klangspuren, die du in den Raum zeichnest, erspüre mit meiner Haut deinen Atem und deine Wärme.

Du berührst mich mit zarten Fingerspitzen und meine Nackenhärchen richten sich auf. Atem, gierig eingesaugt, füllt meine Lungen und wird als lustvolles Stöhnen wieder entlassen.

Ich biege mich dir entgegen, möchte dich spüren, mehr, immer mehr. Ich höre dein dunkles Lachen, das mir dein Begreifen zeigt.

Sie wird zur Leinwand deiner sadistischen Lust, Briefpapier deiner Liebe. Male dein Bild, schreib deine Worte der Liebe!

Mehr, immer mehr. Plötzliche Leere, spüre dich nicht mehr, lausche, warte. Banges Verharren in keimender Lust. Wo bist du?

Dein Griff in meinen Nacken, dein Griff nach meinen Brüsten, fest, hart, lustvoll und gierig zupackend. Atem, schmerzvoll eingesaugt, lässt mich beben, entweicht als wimmerndes Stöhnen.

Ich biege mich dir entgegen, biege mich dem Schmerz entgegen, den nur du mir zu geben vermagst. Wieder höre ich dein Lachen, bebend nun in deiner Gier nach mir.

Ich lausche, erspüre dich, höre ein Surren, das Lied der Peitsche, mit der du mich liebevoll umarmst.

Ich zähle die Schläge nicht mehr, spüre, winde mich blind unter tränennasser Seide, schwebe in der Glut meiner Hingabe an dich, trinke von der Pein, in der du mich fliegen lässt und löse mich auf.

Dein Atem tröpfelt in mein Bewusstsein. Zarte Fingerspitzen weisen mir den Weg. Deine Arme halten mich, fangen mich auf, fügen mich zusammen und sorgen dafür, dass ich mich nicht verliere in unserer Gier.

Was geschah hier nur mit ihr? Sie hatte eine lange, ziemlich stressige Arbeitswoche hinter sich, in der sie mehr geleistet hatte, als man ihr bezahlen würde.

Sie konnte wieder einmal nicht Nein sagen und so hatte sie einen Riesenberg Arbeit zu bewältigen, hinter dem auch noch Termine standen.

Nun fiel dieser Stress langsam von ihr ab und sie konnte sich endlich entspannen. Dampfender Kaffee stand vor ihnen und sie hatte eine Kerze angezündet, um ein wenig Atmosphäre in den Raum zu zaubern, jetzt, wo die Tage kurz und die Nächte lang waren.

Sie schwiegen, lauschten der sanften Musik Enyas und jeder träumte vor sich hin. Sie mochte das, fühlte sich gerade dann so richtig geborgen, wenn sie sich nah bei ihm wusste und keine Worte mehr nötig waren.

Gedankenverloren hatte er seinen Arm um sie gelegt und sein Daumen streichelte sanft über die zarte Haut ihres Halses.

Sie hatte die Augen geschlossen, ganz an den Augenblick verloren. Sie begann leise mitzusingen, gehörte es doch zu ihren Lieblingsliedern.

Langsam kehrte Frieden in sie ein und sie konnte endlich diese Woche hinter sich lassen. Nun war sie wieder ganz bei ihm angekommen und sie fühlte, wie sich ihre Sinne mehr und mehr auf ihn konzentrierten.

Noch immer hielt er sie, nun etwas fester. Sie roch sein herbes After Shave, das sich mit dem Geruch seiner Haut mischte, den sie so sehr mochte.

Sein Atem ging ruhig und sie spürte ihn in ihrem Haar. Mit einem festen Griff zog er sie näher zu sich, so dass sich ihr warmer Körper gegen den seinen presste.

Sie erschauderte, gehorchte ihm, indem sie sich fast ein wenig widerwillig von ihm löste und aufstand.

In ihrer ganz eigenen weichen, sinnlichen Art begann sie nun, sich ihrer Sachen zu entledigen, bis sie nackt vor ihm stand.

Wohlwollend betrachtete er ihre zierliche Gestalt, die doch an den richtigen Stellen ihre Rundungen hatten. Ihr langes Haar floss über ihren Rücken und umspielte ihre Schultern.

Ja, sie war schön, hatte in diesem Moment etwas Engelhaftes an sich, das sie fast unberührbar machte. Er war stolz, dass sie sich gerade ihm schenkte.

Er stand auf und trat hinter sie. Sie spürte seine Wärme, seine Nähe und hätte sich gern an ihn geschmiegt. Doch eine leise Stimme in ihr sagte ihr, dass das jetzt nicht angebracht wäre.

Sie wusste, er würde sie nun wieder körperlich in Besitz nehmen, dabei ihren Geist fesseln. Lass dich einfach fallen, so wie du das immer machst.

Nichts konnte sie nun von ihrem Fühlen mehr ablenken und nur das Wissen, dass er bei ihr war, gab ihr Halt und die Stärke, sich auf das einzulassen, was da auf sie zukommen mochte.

Er löste sich von ihr und sie lauschte auf die Geräusche um sich. Er kam wieder zu ihr und seine warme Hand legte sich zwischen ihre Schulterblätter, spielte kurz mit einer Strähne ihres langen Haares und streichelte dann über die Linie ihrer Wirbelsäule bis hinab zu ihren Lenden.

Dann legte sich etwas Eiskaltes um ihren Körper, so dass sie erschrocken Luft holte und dem ausweichen wollte. Sofort fröstelte sie. Sie konzentrierte sich auf das Gefühl, das die kalten Kettenglieder in ihr auslösten.

Noch war sie nicht gefesselt und doch tauchte sie bereits jetzt in diese ihre besondere Welt der Sinne und der Sinnlichkeit ein.

Und um ihre Unnachgiebigkeit noch zu betonen, werde ich sie nicht einfach mit Karabinerhaken verbinden, sondern Teil für Teil mit kleinen Schlössern versehen, zu deren Schlüssel nur ich Zugriff habe.

Nun schlug ihr Herz heftiger. Mit Staunen spürte sie, wie sie diese Situation erregte. Er nahm nun diese Kette, die er zuvor über ihren Körper hatte wandern lassen, und verband sie mit dem Ring an einer ihrer Handmanschetten.

Unbarmherzig wurde ihr Arm nun nach oben gezogen und sie hörte das Klicken, als er die Kette am Deckenhaken befestigte.

Genauso verfuhr er mit ihrem anderen Arm und schon jetzt war sie ihm ausgeliefert, konnte nicht mehr weg. Mit ihren Händen suchte sie Halt an den Ketten, die sich über ihr spannten.

Sie ergriff sie und war erstaunt, dass es doch eher kleine Kettenglieder waren. Doch sie wusste auch, dass ihr Herr ein Ästhet war. Schwere Ketten hätten nicht zu ihr gepasst, hätten wahrscheinlich ihren zierlichen Körper erschlagen.

Wieder hörte sie das Klirren von Ketten. Er bedeutete ihr, die Beine zu spreizen, und kettete auch diese an die Haken an den Wänden.

So stand sie nun, nackt, wehrlos, fest gespannt und gehalten durch seine Ketten. Er hatte sich zurückgezogen. Sie ahnte, dass er irgendwo hier im Zimmer war, um sie zu beobachten.

Sie wartete und dabei begannen ihre Gedanken zu kreisen. Schon begann sie, ihr Zeitgefühl zu verlieren, so dass sie in eine Art Schwebezustand geriet, in dem sich alles Sein nur noch auf ihr Fühlen konzentrierte.

Wie lange stand sie nun schon so? Waren es Sekunden? Sie wusste es nicht mehr und es wurde auch unwichtig. Noch immer umfassten ihre Finger die Ketten über ihr.

Sie fühlte die Kettenglieder, den harten, kalten Stahl, der sich durch ihre Berührung langsam erwärmte, sie damit wärmte und ihr den Funken der Leidenschaft entzündete.

Glied für Glied fesselten und bannten sie sie an diesen Augenblick. Glied für Glied auch befreite sie von den Fesseln, die ihr das tägliche Leben, all die Verpflichtungen und die Erwartungen anderer an sie angelegt hatten.

Sie fühlte sich frei und in diesem weiten Gefühl öffnete sich die Knospe ihrer Liebe zu ihrem Herrn wieder ein Stückchen weiter.

Aus diesem tiefen Gefühl heraus löste sich eine Träne aus ihren Augen und versickerte in der Seide der Augenbinde.

Nun konnte nichts und niemand ihr noch etwas anhaben. Er gab ihr die Stärke, sich dem zu stellen, was immer er nun von ihr fordern würde. Er gab ihr die Kraft, sich zu geben, ganz zu geben und zu fühlen, dass durch ihre Hingabe auch die seine an sie möglich wurde.

Es war ein Wochenende wie so viele andere auch. Diese suchte ich unter anderem auch in guten Chats in einer einschlägigen Community.

Ich spürte in ihren Ausführungen, wie unsicher sie sich ihrer selbst ist, dabei aber bereits Schritte gehen wollte, die in meinen Augen viel zu verfrüht sind.

Sie beschrieb ihr Fühlen als Stückwerk, so als wäre sie im Moment nicht vollkommen, weil sie vieles für sich noch nicht sehen und erkennen konnte.

Ich sprach lange mit ihr und fand ein schönes Gleichnis:. Unser Leben ist wie ein riesiges Puzzle. Schon von Geburt an sind alle Teile vorhanden.

Vollkommen durcheinander und scheinbar chaotisch — aber eben doch da. Um tatsächlich ein Gesamtbild in seiner wunderschönen Vollständigkeit erhalten zu können, muss man beim Puzzeln eine ganz bestimmte Reihenfolge einhalten, denn man kann Teile nicht zusammensetzen, deren Vorderseite man nicht sieht.

Der erste Schritt ist das Umdrehen aller Teile. Man macht jedes Teilchen sichtbar und wirft einen ersten Blick darauf. So auch im Leben eines jeden.

Man entdeckt diese Puzzleteile in sich selbst und dieses Entdecken, dieses Erspüren entspricht der ersten Sichtung. Man macht sich immer mehr mit ihnen vertraut und sondiert, welche Teile wichtig sind, zu welchem Bereich sie gehören, wo es eventuell seinen Platz im Leben finden kann.

Wenn ich die vielen Teile eines Puzzles vor mir auf dem Tisch liegen habe, beginne ich, diese zu sortieren.

Da sind Randteile, die dem Ganzen einen Rahmen geben, aber das Bild ist auch gegliedert in Bildabschnitte, denen sich die Teile zuordnen lassen.

Erst dann kann ich anfangen, nach und nach die teile zusammenzusetzen. Das Wunderbare ist, dass tatsächlich immer nur zwei benachbarte Teile zusammengehören.

Fügt man sie zusammen, bilden sie eine fast nahtlose Einheit. Wackelt es, und sei es auch nur ein winziges bisschen, dann ist es eben das falsche Teil und ich muss weitersuchen.

So ist es auch im Leben, vor allem aber bei der Partnersuche. Und nun beginnt das Puzzeln. Ist auch nur eine Kleinigkeit nicht stimmig, muss ich weitersuchen, auch wenn es mühsam ist und vielleicht für ein Weilchen nicht erfolgversprechend.

Wenn zwei Menschen sich finden wollen, dann haben beide diesen Anspruch und suchen das ergänzende Gegenstück.

Nun aber zurück zu meiner Chatbekanntschaft. Ich machte ihr klar, dass es keinen Sinn mache, Schritt drei vor Schritt eins zu gehen. Sie kann nur experimentieren, wenn sie noch nicht alle Teile ihres Soseins sichtbar gemacht hat.

Und bekanntlich können Experimente auch maximal danebengehen. Je mehr sie sich selbst entdeckt, umso genauer wird das Bild ihres Ichs für sie sichtbar werden und damit ihr Anspruch klarer und differenzierter.

Nur mal eben mit dem Gedanken zu spielen, dass es reizvoll sein könnte, sich jemandem zu unterwerfen, macht noch keine wahrhafte Sklavin oder Sub.

Sicher kann so Wunschdenken entstehen, doch vor die Realität gestellt brechen dann ganz schnell auch Welten zusammen. Man muss sich selbst die Zeit geben, Geduld mit sich selbst habe, um wirklich ausloten zu können, was dem eigenen ich entspricht und was man lieber gar nicht erst ausprobieren sollte.

Schon vor etwas längerer Zeit entstanden und nach einer wahren Begebenheit erzählt. Noch heute bekomme ich bei meinen Erinnerungen eine Gänsehaut ….

Sturmwolken fegten über den Himmel. Über ihnen türmten sich bereits erste grauviolette, goldumrandete Wolken, die sich immer mehr zusammenballten und ihnen zeigten, dass Petrus ihnen Blitz und Donner schicken würde.

Noch vor wenigen Minuten waren sie im Hotelzimmer, wo er eine bezaubernde kleine Suite gebucht hatte und in der er sie vor zwei Tagen empfing.

Dazu passende Strümpfe und Schuhe. Dieses tiefrote Kleid zeichnete durch seinen körpernah gehaltenen Schnitt ihre Figur nach und reichte ihr bis über die Knie.

In seiner Schlichtheit sah es elegant aus. Sie wusste, dass er dieses Kleid an ihr mochte und gehorchte ohne zu fragen.

Sie war sich seiner Blicke bewusst und in einem Anflug von Koketterie streichelte sie noch einmal verführerisch so über ihre Beine, als wollte sie das zarte Material unter ihren Fingern glätten.

Unter gesenkten Lidern bemerkte sie sein Lächeln, doch er sagte nichts, sondern betrachtete sie nur weiter. Dann nahm sie das Kleid vom Bügel und streifte es über.

Ganz langsam zog er den Zipper nach oben und der Stoff des Kleides schmiegte sich an sie und hüllte sie ein. Für einen Moment noch verweilten seine Finger in ihrem Nacken und sie erschauderte unter seinem Griff.

Nur widerwillig löste sie sich von ihm, um in ihre hochhackigen Riemchensandaletten zu schlüpfen. Sie richtete sich auf und sah zu ihm, sah seinen anerkennenden Blick.

Es war schwül und drückend. Der Tag neigte sich langsam dem Ende zu. Am Abend zuvor waren sie bei einem Stammtisch mit Gleichgesinnten ganz in der Nähe des Hotels, wo sie eine Freundin von ihr trafen, mit der sie angeregt diskutierten und einen sehr unterhaltsamen Abend verbrachten.

Für sie war es das erste Mal, dass sie bei einer solchen Veranstaltung anwesend sein konnte und sie genoss es, die Menschen dort zu beobachten und zu sehen, wie sie selbst auf andere wirkte.

Sie amüsierte sich, als einer der anwesenden Herren ihre intensiv beobachtenden Blicke zu missdeuten schien und begann, mit ihr zu flirten.

Doch sie gehörte nur ihrem Herrn, an dessen Seite sie jetzt lief. Sie bemerkte, dass sie auch heute den Weg zu dieser kleinen, gemütlichen Kneipe einschlugen.

Der Wind blies nun heftiger und zerrte an ihren Haaren. Jeden Moment konnte das Gewitter losbrechen und sie beschleunigten ihre Schritte.

Erstes Donnergrollen grummelte in der Ferne. Sie mussten sich beeilen, wenn sie noch trocken ankommen wollten. Er fasste sie an der Hand und zog sie mit sich.

Sie musste lachen, war in einer ganz ausgelassenen Stimmung, denn sie war einfach glücklich, an seiner Seite zu sein.

Ein Schauder überlief sie, als die kalten Tropfen ihre nackte Haut trafen. Auch er musste lachen. Endlich waren sie da und betraten das Lokal. Wände und Einrichtung waren in dunklen Rottönen gehalten, die mit dem warmen Holz der Tische und des Tresens harmonierten.

Tief hängende Lampen und Kerzen auf den Tischen verbreiteten gedämpftes Licht. Eine Treppe führte nach oben auf eine Empore, wo die Gäste ebenfalls Platz nehmen konnten.

Der Schankraum war lang und schmal, fast wie ein breiter Gang, so dass sich die lederbezogenen Sitzgarnituren und Tische an die Wände zu schmiegen schienen.

Während er für sie beide Getränke bei dem jungen, fast noch knabenhaften Kellner bestellte, sah sie sich näher um. Das Pärchen unterhielt sich und sah nur kurz zu ihnen herüber, als sie Platz nahmen.

Sie waren in ihre Speisekarten vertieft. Sicher waren es einfach zwei Freundinnen, die dem Alleinsein entfliehen wollten und einen netten Abend in einer Umgebung, in der sie sich ungezwungen unterhalten konnten, erleben wollten.

Der Tisch neben ihnen war leer. Der Mann an ihrer Seite achtete nicht darauf. Er sah sie an und mit einer Hand spielte er mit einer Strähne ihres langen Haares.

Sie trank einen Schluck und spürte die wohltuende Kühle durch ihren Körper rieseln. Die Hand ihres Herrn ruhte nun an ihrem Halsansatz, dort, wo er ihren Puls spüren konnte, und in einer zärtlichen Geste neigte sie ihren Kopf zur Seite und schmiegte ihre Wange an seine Hand.

Sie genoss diese Berührung und sah dabei zu den beiden Mädchen ihr gegenüber. Stell Dir die Unbeschwertheit vor, mit jemandem zu sprechen, der absolut keine Bedingungen stellt, frei auszusprechen, was Du auf dem Herzen hast, über Deine Gefühle, Wünsche und alles, was Du möchtest!

Sie ist hier, um zu sprechen, er ist hier, um zu sprechen, wir alle sind hier, um zuzuhören. Wir haben ein Umfeld geschaffen, in dem die Menschen freien sozialen Kontakt zu anderen Menschen im ganzen Land und darüber hinaus haben können.

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Wie funktioniert das? Was ist Basechat?

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